GILDE INNERER ZIRKEL [IZ]

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Innerer-Zirkel

Wie alles begann...

Irgendwo im Reich Tyria, durchstreifte ein alter Wanderer die Gebirgszüge und schlängelte sich in seiner grazilen Art an gefährlichen Schluchten, unebenen Pfaden und gefährlichen Kreaturen vorbei.
Weit entfernt erblickten seine müden Augen ein kleines Tal, welches nach einem guten Rastplatz aussah.
Sofort machte er sich daran, irgendwie dorthin zu gelangen.
Stolpernd und auf seinen Stab gekrümmt, erreichte der Wanderer sein idyllisches Plätzchen und machte sich auch gleich daran mit Hilfe von Magie, welche er auf seiner entlos langen Reise kennen gelernt hatte, ein Feuer zu entzünden.
Seine Hände wärmend, setzte er sich nieder.
Ein leiser schriller Pfiff entwich seinen Lippen... wie aus dem Nichts kam eine Kreatur herbei, die sich ihm langsam näherte und sich zahm neben ihm legte.
Voller Glück, dass er diesen ruhigen Ort gefunden hatte machte der Wanderer sich daran die Sterne zu beobachten und dabei leise vor sich hin zu dösen....

Tief in der Nacht blitze und donnerte es, mitten in den Tiefen des Windes war ein Schreien zu hören, welches den Wanderer aufschrecken ließ.
Gewandt wie eine Gazelle, sprintete er durch den Waldhain hinter ihm.
Am anderen Ende des Waldes erblickte er das wahre Grauen:
Ein kleines Dorf wurde regelrecht auseinander genommen!
Die Leute rannten panisch durcheinander oder stolperten über ihre eigenen Füße. Einige der Dorfbewohner waren mit Mistgabeln oder Schmiedewerkzeugen bewaffnet, aber all das war so wirkungslos wie die Hilferufe von ihnen!
Das Geschrei erstarb in einem schrecklichen Gurgeln aus Blut und den Blitzen am Himmel.
Einige Dorfbewohner wurden durch die Luft an einen Wall aus Speeren geworfen, woran sie dann reglos hingen.

Des alten Wanderers Blicke huschten von einer Bestie zur anderen, bis er sich in das Geschehen einmischte.
Wieder ein leiser Pfiff und aus dem Wald kam mit lautem Fauchen ein großer weißer Tiger, dessen Fell bläulich im Blitzgewitter schimmerte.

Einige Dorfbewohner erblickten dieses fabelhafte Geschöpf und vergaßen für kurze Zeit wo sie gerade waren und was um sie herum passierte.
Der Wanderer rannte auf die Dämonen zu und murmelte dabei Formeln, welche die ganze Erde erzittern ließen und gleichzeitig einen heftigen Schneesturm verursachten.
Nur noch ein paar Schritte von den Kreaturen entfernt, beschwor er einen feurigen Phönix, der alles was um ihn herum in Asche verwandelte.

Die Dorfbewohner gerieten nun noch mehr in Angst.
Zu dem ganzen Chaos kam nun die Panik vor dem eigenartigen Geschöpf, welches in einer Kutte herum lief und teuflische Werke heraufbeschwor.
Die Dorfbewohner gaben sich nun vollends auf und sanken erschöpft zu Boden.

Nach einiger Zeit war am Horizont eine rote Sonne erschienen, die das Tal in einen rötlichen Schimmer tauchte und der nächsten Tag brach an.

Einige Dorfbewohner schauten sich ängstlich um, da sie immer noch fürchteten, dass sie in der Luft zerrissen werden könnten.
Einige schauten nach überlebenden und andere wiederum halfen den Verletzten.
Weit entfernt versorgte der Wanderer seinen Weggefährten und ruhte sich aus von dem anstrengenden Kampf der ihm sehr viel abverlangt hatte.
Nachdem er sich ausgeruht hatte ging er noch mal beim Dorf vorbei um zu sehen wie die Leute dort zurecht kamen, aber wie ihm schien, wollte es ihnen nicht so recht gelingen.
Einige Leute erschraken bei seinem Anblick, andere tuschelten als er an ihnen vorbei ging.
Doch ein junger mutiger Krieger ging direkt auf ihm zu und fragte ob er ihnen helfen könne, da sie nicht sehr viel von medizinischen dingen verstanden, sondern eher von der Landwirtschaft. Der Wanderer blickte mit seinen müden Augen um sich und sah in die verzweifelten Gesichter der Dorfbewohner.
Müßig ging er auf einen kleinen Jungen zu, der seinen Arm krampfhaft festhielt um die Schmerzen zu unterdrücken die ihm der gesplitterte Knochen machte.
Voller Furcht vor dem Mann, der auf ihn zukam, wich der Junge wimmernd zurück, bis er nicht mehr weiter konnte.
Der Junge zuckte zusammen, als ihm der Alte die Hand auf die Wunde legte und vor sich hin murmelte, bis dann ein bläulicher Schimmer unter seiner Hand auftauchte und ihm seine Verletzung sowie die Angst nahm.
Nach mehreren Stunden ließen die Wehklagen nach und die Stimmung änderte sich allmählich.
Der junge Krieger bedankte sich freundlich bei dem Wanderer und fragte ihm nach seinen Namen, woraufhin dieser antwortete, dass er ihn schon seit sehr langer Zeit vergessen habe.
Voller Tatendrang fragte der junge Mann, ob er nicht bleiben möge und ihnen eventuell helfen könne.
Völlig ungläubig schaute der Wanderer sich um, und nach langem Überlegen sagte er langsam: „ Ja....“

Somit begann nun die goldene Zeit des Dorfes: es herrschte Frieden und Wohlbehagen bei allen. Einige von ihnen lernten das Heilen andere übten sich in der Kunst des Schwertes, manche brüteten über Büchern und ließen ganze Häuser aus Versehen in die Luft gehen.
Nach sehr langer Zeit ging der Wanderer trotz Allem seinen unbekannten Weg weiter, auf ins Ungewisse.
Dem Dorf ging es weiterhin sehr gut mit den neuen Fertigkeiten die sie bei dem Wanderer gelernt hatten, einige von ihnen machte sich auch auf den Weg um die Welt zu erkunden und Neues kennen zu lernen.

Es vergingen sehr viele Jahre, in denen in ganz Tyria Frieden herrschte, bis sich aus den Tiefen Abbadons eine neue dunkle Brut im ganzen Lande verstreuen sollte. Übelkeit, Verdorbenheit, Armut und Hungersnot macht sich in ganz Tyria breit und jede Grenze zu jedem noch so kleinen Fleckchen Land war hart umkämpft.
In den nächsten Tagen verfärbte sich der Himmel blutrot und Rauchschwaden wanderten durch das ganze Land, überall roch es nach verwestem Fleisch oder verbrannter Haut.
Doch an einem Ort war es so still das man den Wind hören konnte, der die Seelen der Verstorbenen in das Schattenreich zerrte.
Eine große Schlacht stand bevor, die letzte Festung der Menschen stand kurz vor dem Untergang...
Mit wildem Kampfgeschrei und voller Hass begann die Schlacht, ein blutiger Kampf ums nackte Überleben breitete sich aus.
Weit am Horizont kam ein weißer prunkvoller Tiger den Berghang herunter.
Mit glühenden Augen sprang er in das Kampfgetümmel und durchbrach die Reihen.
Mächtige Blitze durchschnitten den Tag und es begann zu regnen. Die Massen zweiteilend, tauchte wie aus dem Nichts ein alter Mann auf, gestützt auf seinen Stab den er mit zitternden Händen umklammerte, murmelte er während er die Massen durchschritt, eine längst vergessene alte Sprache. Die letzten Worte die er noch hervorbrachte, bevor er in tausend Stücke zerteilt wurde, durchschallten das gesamte Land.

Überall auf der ganzen Welt war der Schrei noch zu hören, der aus dem weit entfernten Tyria kam, einige Leute blickten gen Himmel als wüssten sie, dass sie gerufen worden waren.

Viele jener Leute machten sich auf den beschwerlichen Weg nach Tyria, um heraus zu finden was in ihnen das Verlangen ausübte dorthin zu gehen.

Auch ein Krieger machte sich auf den Weg, mit einer Magierin an seiner Seite die er auf seinen Weg durch die Ländereien kennen gelernt hatte.
Angekommen von der langen Reise und völlig erschöpft ruhten sie sich aus.
Am Horizont kamen noch mehr Leute alle von weit her, sie setzten sich stillschweigend um die Beiden herum und betrachteten sie voller Neugier.
Alle wussten genau, ohne ein Wort sagen zu müssen was sie hier her verschlagen hatte, sie wussten auch wer sie anführen sollte ohne auch nur ein einziges Wort gewechselt zu haben.
Es war ein Kreis der irgendwo angefangen hatte und sie wieder alle zusammen gefügt hatte.
Alle Aufgaben die ihnen auferlegt wurden, wollten sie gemeinsam bestreiten, Seite an Seite.
Sie wollten den Frieden, die Harmonie und den Einklang mit der Natur wieder herstellen und so zogen sie gemeinsam ins Ungewisse....

von: Lady Alvira, ins Deutsche übersetzt von Wvlfine zu Bvslat